Bettwanzen Johannisthal

Die Bettwanze, auch Hauswanze, ist eine Wanze aus der Familie der Plattwanzen. Diese sind darauf spezialisiert, in den Schlafplätzen von homoiothermen (gleichwarmen) Lebewesen – vor allem Menschen – zu leben und sich von deren Blut zu ernähren. Bettwanzen sind Zivilisationsfolger und gelten als klassische Parasiten.

Jahrhundertelang kämpfte der Mensch gegen die Bettwanzen-Plage, vor vierzig Jahren schien das Gefecht gewonnen: Mithilfe der Chemikalie DDT verschwand die Bettwanze fast vollkommen vom Globus. In Westeuropa und Nordamerika galt sie als ausgerottet, in Südamerika, Mitteleuropa und Afrika waren die Populationen verkümmert. Nun erleben die Tiere ein Comeback.

In deutschen Unterkünften scheinen sich die Bettwanzen auch wohl zu fühlen. Betroffen sind sowohl Privathaushalte als auch viele Hotels. Die Menschen reisen häufiger als früher, das ist einer der Gründe für die Ausbreitung.

Bettwanzen stechen oft mehrmals hintereinander (Wanzenstrasse), da sie nicht immer sofort ein Blutgefäß finden, die Stiche sind ungefähr so groß wie der Nagel des kleinen Fingers und meist an Armen und Beinen. Wichtig ist die Wohnungssanierung, die am besten durch einen Experten (Kammerjäger, Schädlingsbekämpfer) durchgeführt werden sollte. Er kennt die einzusetzenden Insektizide, ohne die es nicht geht, außerdem ist zu beachten, dass Eier und Larven auf verschiedene Wirkstoffe empfindlich sind.

Haben sich die Bettwanzen eingeschlichen, muss der Spezialist ran. Er weiß, wo die Tiere sitzen und wie ihnen beizukommen ist: mit Chemie. Man sollte die Bekämpfung nicht selbst durchführen, da die Gesundheitsbelastung durch chemische Keulen aus dem Handel oft weit größer sei als bei einer professionellen Behandlung. Der Schädlingsbekämpfer setze nämlich nur soviel Wirkstoff ein wie nötig – das Mittel aus dem Baumarkt sei dagegen für einen Rundumschlag angelegt. In der Regel sind Eigeninitiativen gegen Bettwanzen nicht erfolgreich.

Foto: Wikipedia

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