Bettwanzen bekämpfen - European Code of Practice - jetzt auch auf deutsch

18.11.2011

In Anlehnung an die australische Version hat die englische BedBugFoundation nun die europäische Version erstellt. Hier finden Schädlingsbekämpfer und auch Betroffene gute Hinweise zur Lösung des Problems. Einige Auslassungen sind diskussionswürdig aber grundsätzlich hilfreich. Haben Sie Fragen, melden Sie sich, wir beraten Sie gerne.

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Einfrieren - Kälte - Durchfrieren - Bekämpfen von Bettwanzen, Motten, Nagekäfer in Gepäck u. a. Gegenstände

22.6.2011

Motten kommen häufig vor, ihre Larven zerstören durch Fraß hochwertge Kleidungsstücke, Jagdtrophäen, Ausstellungsstücke und andere Dinge tierischer Herkunft. Bettwanzen nisten sich im Gepäck ein. Gehen mit uns auf Reisen. Mieten sich ohne Genehmigung in unsere Wohnung ein, legen ihre Eier ab und vermehren sich.

Flächen lassen sich mit hochwirksamen Insektiziden einfach behandeln. Gewisse Gegenstände werden beschädigt, Ritzen und Spalten sind nicht erreichbar.

Erreichte Kerntemperaturen ab - 18°C töten allen Entwicklungsstadien und erwachsene Tiere ab.

Wir bieten Ihnen die Durchfrierung dieser Gegenstände wie z. B. Koffer, Rucksäcke, kleine Möbelstücke, Bekleidung an.

Bringen Sie Ihre Sachen der SchaDe GmbH oder lassen sie abholen. Rufen Sie an oder schicken uns eine Mail.

Desinfektion - Desinfektor, anerkannt und geprüft

9.5.2011

Die SchaDe GmbH hat sich dem Problem fehlender geprüfter Desinfektoren in Berlin gestellt und Mitarbeiter zur Sanitätsschule nach Malente geschickt. Nach vierwöchigen Intensivlehrgang inklusive des Praktikums konnten unsere Mitarbeiter den Abschluß zum anerkannten (Landesanstalt für Arbeitsschutz) Desinfektor mit Bestleistungen erreichen.

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Info-Blätter Schädlinge

18.3.2011

Flöhe, Motten, Bettwanzen, Ratten, Marder - alles da.

Die Stadt Zürich hat sehr gute Informationsblätter über die bekanntesten Schädlinge erstellt. Nutzen Sie den Link und informieren Sie sich. Haben Sie Fragen dazu, wenden Sie sich an uns. Wir beraten Sie gerne.

Wundern Sie sich nicht, falls Sie diese Informationsblätter auf andere Sites finden, die Originale stammen aus Zürich.

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Unfassbarer Politiker-Vorschlag - Arme Menschen sollen Ratten fangen (18.12.2008)

19.12.2010

Berliner FDP-Stadtrat: „Pro totem Tier könnte es einen Euro geben“. HIER erfahren Sie die unglaublichen Details.

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Bettwanzen Tipps im Internet

24.10.2010

Hier mal ein Link zu einem Forum, worin Leute berichten was funktioniert und was nicht. Sehr interessant!

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NATUR: Wenn der Schädling keiner ist

26.8.2010

Behörden gehen nicht gegen Käfer-Invasion vor / Experte rät zu Fliegengittern und Staubsauger


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In der Überzahl - Drei bis sechs Millionen Ratten leben in Berlin. Die Hauptstadt bietet ihnen komfortable Lebensbedingungen. Mehr Sorgen bereiten Experten allerdings Bettwanzen.

24.8.2010


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Eichenprozessionsspinner wird zu lästigem Dauerbewohner in Brandenburgs Wäldern

4.8.2010

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Gesundheitsschädlinge

24.7.2010

Das Infektionsschutzgesetz definiert Gesundheitsschädlinge als Tiere, durch die Krankheitserreger auf Menschen übertragen werden können.
Die Beobachtung der Befallsituation und zeitnahe Bekämpfung insbesondere der Wanderratten unter Berücksichtigung des für Menschen und Haustiere möglichen Risikopotenzials sind wichtige vorbeugende Maßnahmen im Infektionsschutz. Der aus- und fortgebildete Schädlingsbekämpfer nimmt dabei zunehmend eine bedeutende Rolle ein. Der Ansprechpartner insbesondere für Gebäudeeigentümer, Wohnungsverwaltungen usw. beim Auftreten von Gesundheitsschädlingen ist in erster Linie das zuständige Gesundheitsamt. Aber auch alle Bürger sind aufgerufen, festgestellten Befall anzuzeigen

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Die schleichende Rückkehr der Bettwanzen

19.7.2010


,,Die Zahlen steigen kontinuierlich an.“ Wurden der Landesvertretung des Deutschen Schädlingsbekämpfer Verbands (DSV) in Berlin 2007 noch 210 Verwanzungen gemeldet, waren es 2008 schon 330 Fälle. „Wir rücken jetzt zwei bis drei Mal die Woche aus. Die Zahlen steigen und die Dunkelziffer der Verwanzungen dürfte sogar um ein Vielfaches höher sein“, sagt Mario Heising, Vorsitzender der DSV-Landesvertretung.

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Droht uns die Invasion der Bettwanzen?

7.4.2010

Laut BBC ist die Zahl der gemeldeten Fälle in der amerikanischen Metropole im letzten Jahr um 34 Prozent auf über 10.000 gestiegen.

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Daniel Steinmaier (Jungle World): Gespräch mit Mario Heising über den Beruf des Kammerjägers

21.2.2010

"Wir gehen zu Armen wie zu Reichen"

Heising hat in in den achtziger Jahren in Ostberlin Kammerjäger gelernt, weil es zur Kammerjäger-Ausbildung den Führerschein dazu gab.

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Zwei Wochen mit Bettwanzen im WK

19.1.2010

Knapp hundert schweizer Armeeangehörige mussten wegen Wanzenbefalls behandelt werden.

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Bettwanzen - Register für nordamerikanische Hotel´s

19.12.2009

Das Bettwanzen-Register bedbugregistry.com ist eine freie, allgemeine Datenbank. Verwenden Sie es, um Reporte zu überprüfen, bevor Sie ein Hotelzimmer anmelden oder ein Appartement mieten.

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Bettwanzen bekämpfen - Befall steigend

4.2.2009

Der Deutsche Schädlingsbekämpfer-Verband e. V., Landesverband Berlin informiert im Januar über die für 2008 durchgeführte Bekämpfungserhebung.
Es nahmen an der Erhebung 16 Betriebe des Landesverbandes teil. Für das Jahr 2008 wurden von den teilnehmenden Betrieben 8298 Rattenbekämpfungen gemeldet. 2005 waren es 8090 Rattenbekämpfungen, gemeldet damals von nur 14 Betrieben. Hier ist also keine Veränderung zu erkennen. Übrigens: Die zuständige Behörde im Land Berlin erfasste nur 5350 Bekämpfungen.
Bei den Bettwanzenbekämpfungen stellt sich die Situation eher beachtenswert dar. Während für das Jahr 2007 210 Bekämpfungen gemeldet wurden, waren es im Jahr 2008 schon 330. Grund für die Zunahme ist mit größter Wahrscheinlichkeit die Erhöhung der Reisetätigkeit. Also aufgepasst, Bettwanzen machen auch vor 6 Sterne - Hotels nicht halt.

Ratten, FDP, Berlin und DSV

17.1.2009

1. Akt:
Das war die Schocker-Meldung: "FDP-Politiker will Arme auf Nager-Jagd schicken".

2. Akt:
Hier die erste Reaktion des DSV (Bundesverband und Berlin) und der Öffentlichkeit

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Erstaunen habe ich die Worte ihres Vorsitzenden in Berlin Mitte, Herrn Henner Schmidt, zur Kenntnis genommen. Herr Schmidt sollte sich erst einmal über die Problematik der Schädlingsbekämpfung sachkundig machen, hier insbesondere die gesetzlichen Bestimmungen. Er ruft öffentlich zum Verstoß gegen das Tierschutzgesetz auf. Die professionellen Firmen (i.d.R. sehr kleine und mittlere Unternehmen, also ihre Klientel!!) müssen lange lernen (3 Jahre), um diesen Beruf ausüben zu können. Für diese Firmen ist insbesondere die Rattenbekämpfung im Stadtbereich ein nicht zu übersehender Wirtschaftsfaktor. Herr Schmidt scheint über die Berufe in Deutschland nicht informiert zu sein, sonst könnte er solche abstrusen Ideen wohl kaum entwickeln. Ganz nebenbei kann die Problematik durch Laien nicht gelöst werden, da die Kenntnis über Wirkungsweise und Resistenzbildung absolut nicht vorhanden ist. Sollte allerdings das alte Bild des "Kammerjägers" noch vor seinen Augen sein, so kann ich hier nur ausführen, dass sich dieser Beruf genauso ins Moderne entwickelt hat, wie alle anderen Berufe auch. Die Zeiten der Flöte sind vorbei.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Gsell

Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e. V.

Von: DSV Berlin [mailto:dsv.berlin@arcor.de]
Gesendet: Dienstag, 16. Dezember 2008 17:26
An: 'fdp-fraktion@fdp.parlament-berlin.de'
Betreff: Rattenfänger - Berichte im Berliner Kurier am 15. und 16.12.08

Sehr geehrte Damen und Herren der Berliner FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus,

ich gehe davon aus, dass Sie die im Betreff erwähnten Berichte alle kennen.

Ihr Herr Henner Schmidt wird zitiert "Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, können dann für jede tote Ratte einen EURO bekommen". Hartz-4-Empfänger und Ärmere sollen sich um die Tötung der Ratten kümmern.

Also diese Aussagen kann ich so nicht aktzeptieren. Befinden wir uns wieder in der Zeit der Jäger und Sammler. An Hand mancher Aussagen habe ich mittlerweile den Eindruck.

Ich finde es sehr unangebracht Ärmere und Hartz-4-Empfänger im Zusammenhang mit Ratten und deren Tötung zu bringen. Wo ist der Zusammenhang zu finden.
Zur Tötung von Wirbeltieren benötigt man die entsprechende Sachkunde, fachliche Eignung und Genehmigung der zuständigen Behörde. Das ist Gesetz.
Ein Schädlingsbekämpfer, übrigens seit ca. 6 Jahren wieder Erstausbildungsberuf, muß 3 Jahre seinen Beruf erlernen. Inhalte dieser Ausbildung sind u. a. nicht nur die Biologie und Lebensweise der Schädlinge sondern auch sämtliche Verfahren mit sicherheitstrelevanten Vorschriften zum Schutz der Nichtzieltiere und des Menschen. Warum hat sich das wohl so entwickelt.
Resistenzbildung, Vergiftung von Hunden und Katzen, Kinder durch Schlagfallen verletzt, Kontamination von Erdreich u. a. wären da nur ein paar genannte Schlagzeilen.
Jedes professionelle Schädlingsbekämpfungsunternehmen, fast ausschließlich Mittelstandsunternehmen - ich dachte immer ihre Zielgruppe, erzielen nach entsprechender Auftragserteilung eine Tilgung des Rattenbefalles. Zu jeder Bekämpfung gehört die Ursachenforschung und wenn diagnostiziert, deren Beseitigung. Hier mag es eher ein Problem geben. Darüber sollte Herr Schmidt sich Gedanken machen. Ungeschulte, nicht ausgebildete "Rattenfänger" haben weder in Europa noch sonstwo was zu suchen. Der gesundheitliche und wirtschaftliche Schaden wäre wohl größer, als ihn die Ratten anrichten.

Im Land Berlin herrscht eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsämtern und den Schädlingsbekämpfern. Es kommen nur sachkundige Mitarbeiter zum Einsatz. Jeder, der zuständigen Behörde bekannt gewordene oder gemeldete Rattenbefall hat eine Bekämpfung zur Folge. Deren Abschluß der Behörde in der Regel auch dargestellt wird. Einzelfälle, wo dies ausblieb, bilden die Ausnahme. Mit Erscheinen der Schädlingsverordnung wird dies auch wieder geregelt.

Ich gehe davon aus, dass es sich um die Idee eines Einzelnen handelt und sich die Allgemeinheit davon distanziert. So wie sich alles entwickelt hat, entwickelte sich auch der Kammerjäger/Rattenfänger zum modernen Schädlingsbekämpfer. Es gibt keine Rattenfänger und auch keine Kammerjäger mehr.

Mit freundlichen Grüßen

Mario Heising
1. Vorsitzender des LV Berlin

Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband
Landesverband Berlin e. V.

3. Akt:
Nach einem sehr breiten und sehr ablehnenden Echo stellte die Berliner FDP-Fraktion klar.

Gesendet: Mittwoch, 17. Dezember 2008 09:47
An: dsv.berlin@arcor.de
Betreff: WG: Rattenfänger - Berichte im Berliner Kurier am 15. und 16.12.08

Sehr geehrter Herr Heising,
vielen Dank für Ihre erhellenden Ausführungen zur Schädlingsbekämpfung.
Nachfolgend sende ich Ihnen ein klärendes Statement des Vorsitzenden der
FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, Dr. Martin Lindner, sowie die
entsprechende dpa-Meldung.
Mit freundlichen Grüßen,
Jan Gerd Becker-Schwering
Fraktionsgeschäftsführer
FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin Preußischer Landtag
10111 Berlin
www.fdp-fraktion-berlin.de

Dr. Martin Lindner:
"Ich halte den Vorschlag des Vorsitzenden der FDP Mitte, Henner Schmidt, zur Bekämpfung der Rattenplage für äußerst unglücklich und ungeeignet. Hinzu kommt, dass von Teilen der Medien der falsche Eindruck erweckt wurde, dem Kollegen Schmidt sei es um den gezielten Einsatz von Armen zur Bekämpfung der Rattenplage gegangen. Ich bin aber froh, dass er den entstandenen falschen Eindruck sehr schnell korrigiert hat. Ich finde, dies ist anzuerkennen und rufe alle auf, sich jetzt wieder den vordringlichen Problemen unserer Stadt zuzuwenden."

Lindner zu FDP-Vorschlag für Ratten-Fangprämie: «Unglücklich»
brb0038 4 pl
243 lbn 4159 Parteien/FDP/Berlin/ Lindner zu FDP-Vorschlag für
Ratten-Fangprämie: «Unglücklich» =

Berlin (dpa/bb) - Der Berliner FDP-Fraktionsvorsitzende Martin Lindner hält
nichts von der Idee seines Stellvertreters Henner Schmidt, die Rattenjagd in
Berlin mit einer «Fangprämie» von einem Euro zu belohnen. «Ich halte den
Vorschlag von Schmidt zur Bekämpfung der Rattenplage für äußerst unglücklich
und ungeeignet», sagte Lindner am Dienstag der dpa. «Hinzu kommt, dass von
Teilen der Medien der falsche Eindruck erweckt wurde, dem Kollegen Schmidt
sei es um den gezielten Einsatz von Armen zur Bekämpfung der Rattenplage
gegangen», sagte Lindner. «Ich bin aber froh, dass Schmidt den entstandenen
falschen Eindruck sehr schnell korrigiert hat.»

Unter Schlagzeilen wie «Der Rattenfänger von Mitte» oder «Arme sollen Ratten
jagen» hatte Schmidts Vorschlag für Aufsehen in den Boulevardzeitungen
gesorgt. Der FDP-Chef des Bezirks Mitte hatte am Montag dem «Berliner
Kurier» gesagt, die Rattenplage in Berlin müsse stärker bekämpft werden.
«Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, könnten dann für jede
tote Ratte einen Euro bekommen.» Einen solchen Antrag wolle die FDP-Fraktion
am Donnerstag in das Bezirksparlament einbringen.

Nach Angaben aus der FDP-Fraktion hat der 44-jährige Abgeordnete in weiteren
Stellungnahmen klargestellt, dass er keinesfalls arme Menschen und
Sozialhilfeempfänger zur Rattenjagd verpflichten wollte. Es sei ihm immer
nur um freiwillige Aktionen, um bürgerschaftliches Engagement gegangen, um
die Ratten zu bekämpfen. Konkret hatte Schmidt eine Treibjagd von vielen
Freiwilligen im Kreis auf dem Alexanderplatz vorgeschlagen. Dort registriert
das Bezirksamt wegen der vielen Tiefbaumaßnahmen besonders viele
aufgescheuchte Nager.

[FDP-Fraktion]: Preußischer Landtag, 10111 Berlin
[FDP-Mitte]: Französische Str. 8, 10117 Berlin

dpa bh yybb n1 bn

161157 Dez 08

4. Akt:
Diese Klarstellung kommentierte der DSV:
Pressemitteilung

Mit Genugtuung hat der Deutsche Schädlingsbekämpfer-Verband e. V. die Stellungnahme der FDP Fraktion in Berlin zur Kenntnis genommen, die den unsäglichen Vorstoß des Vorsitzenden von Berlin Mitte, Herrn Henner Schmidt, als unsinnig bezeichnet. Dieser hatte vorgeschlagen, Hartz IV Empfänger in Berlin zur "Rattenjagd" einzusetzen und mit je 1,-- EUR für jede erlegte Ratte zu entlohnen.

Erschrocken sind wir als Fachverband über das Unwissen sowohl der Politiker als auch der Presse und Öffentlichkeit die Dienstleistung Schädlingsbekämpfung betreffend. Die über 4000 qualifizierten Schädlingsbekämpfer in Deutschland führen pro Jahr ca. 3 Millionen Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen durch. Außer der Rattenbekämpfung in öffentlichen Bereichen sind dies noch die Bekämpfung von Nagetieren und Insekten im Tierseuchenfall, um hier eine Übertragung der Tierseuchen zu verhindern; die Prophylaxe im Lebensmittelbereich, um den hohen Qualitätsansprüchen der Öffentlichkeit an die Lebensmittelhygiene genüge zu tun; die Prophylaxe und akute Bekämpfung von Krankheitsüberträgern in Gemeinschaftseinrichtungen; die Bekämpfung von Hygieneschädlingen in Wohnanlagen; die Bekämpfung von Holzzerstörenden Insekten und Pilzen zur Erhaltung der Standsicherheit von Gebäuden. Dies ist nur ein kleiner Auszug aus dem Aufgabenfeld des Schädlingsbekämpfers.

Zur Erfüllung dieser Aufgaben hat sich der Schädlingsbekämpfer nicht nur einer dreijährigen Ausbildung zu unterziehen sondern muss noch zusätzlich diverse Qualifikationen, sowohl im Bereich des Tierschutzgesetzes, als auch im Erfüllen der Gefahrstoffverordnung ablegen. Die Betriebe der Schädlingsbekämpfung sind der Berufsgenossenschaft? Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege? zugeordnet. Hier sind alle ärztlichen Dienstleistungen eingeordnet. Dies zeigt die Bedeutung der Dienstleistung Schädlingsbekämpfung zur Erfüllung allgemeiner Hygiene- und Gesundheitsauflagen.

Nicht zuletzt sei hier auf die umfangreiche Studie der WHO zur Wichtigkeit der Schädlingsbekämpfung im Umfeld des Menschen hingewiesen. www.urbanpestsbook.com

Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e. V. www.dsvonline.de

Rainer Gsell
Bundesgeschäftsführer


Essen, den 19. Dezember 2008

[Link]

Das WHO-Buch ist da

23.7.2008

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ihr Buch über "Public Health Significance of Urban Pests" vorgestellt.


Aus Schädlingsbekämpfersicht wichtig: Erstmals wird hier systematisch der Einfluss von Schädlingen auf die öffentliche Gesundheit untersucht. CEPA-Präsident Robert Stuyt: "Die Schlussfolgerungen des Buches stehen in einer Linie mit der CEPA-Strategie, den Wert und die Rolle der Schädlingsbekämpfung bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung einer gesunden und hygienischen Umwelt für alle Europäer auf breiterer Basis anzuerkennen. Die CEPA bestärkt alle ihre Mitglieder, dieses Buch und seine Schlussfolgerungen in allen nationalen und lokalen Bereichen zu verbreiten."

Im Buch selbst wird u.a. vor modernen Unarten "gewarnt"

Ratten und Fliegen finden in falsch angelegten Komposthaufen ideale Lebens- und Brutbedingungen
Hausstaubmilben, einer der häufigsten Allergie-Auslöser, profitieren von hoher Luftfeuchtigkeit in gut isolierten und schlecht belüfteten Räumen
Das Füttern von Vögeln durch wohlmeinende Mitbürger ist eine Mitursache von Ratten- und Vogelbefall
Wassertonnen und Teiche können Fluginsekten gute Brutmöglichkeiten bieten
Die Unterstützung der Ansiedlung von Igeln und anderen kleinen Säugetieren im Garten kann zur Verbreitung von Zecken führen

In der Zusammenfassung bietet das Buch folgende Tipps an:

Im Winter gut lüften, um Hausstaubmilben zu töten
Räume sauber und ordentlich halten
Durcheinander und Unordnung minimieren
Abfall in verschlossenen Behältern aufbewahren
Haustiere auf Zecken und Flöhe untersuchen
Im Garten: Kompost bedecken, nur Grünabfall kompostieren, Fische und Molche im Teich unterstützen.

Eine 48seitige Zusammenfassung der 569 Seiten, in Deutsch verfasst vom britischen "Chartered Institute of Environmental Health", kann unter www.urbanpestsbook.com heruntergeladen werden.


Das Buch wurde am 26. Juni in London im Rahmen einer politischen Veranstaltung vorgestellt. Europaweit vorgestellt wird es nach einer WHO Minister-Konferenz am 2. Juli in Tallin.

Quelle:www.schaedlings.net

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Stadttauben und Gebäude

5.6.2008

Hinweise für Hauseigentümer und Verwalter:
Stadttauben gehören zu den wenigen Vogelarten, die in unseren Stadtzentren leben. Sie leben in allen Bezirken Berlins. Als ursprüngliche Felsenbewohner brüten sie bevorzugt an Häuser-fassaden, in Nischen, auf Simsen oder auf Dachböden. Nicht nur alleine wegen ihres traditio-nellen Symbolcharakters gehören sie auch zum Bild unserer Stadt.
An einigen Orten in der Stadt bereiten Massenansammlungen der Tauben Probleme: Eine Tau-be produziert jährlich 10 bis 12 Kilogramm Nasskot. Dieser harnsäurehaltige Kot trägt mit seiner ätzenden Wirkung zur Zerstörung der Bausubstanz bei. Zahlreiche Bürger fühlen sich durch ständiges Gurren großer Taubenschwärme belästigt, sie empfinden Taubenkot als ekelerre-gend sowie als Minderung ihrer Wohnqualität - sofern Balkone, Fensterbretter usw. davon betroffen sind. Durch hohe Reinigungskosten entstehen Eigentümern und Verwaltern wirtschaftli-che Verluste und Konflikte mit den Mietern.
Außer Gebäudeschäden und Belästigungen können Tauben auch für Menschen ge-sundheitliche Risiken mit sich bringen: Eine Reihe von Schädlingen und sogenannten Lästlin-gen können von den Brutplätzen in den Wohn- und Arbeitsbereich des Menschen überwechseln.
Gerade für durch Krankheiten oder medikamentöse Behandlungen immungeschwächte Men-schen kann der Kontakt mit Taubenkot unter bestimmten Bedingungen eine konkrete Gefahr bedeuten.
Wichtig ist deshalb, dass bei einer eventuell notwenigen Beseitigung von vor Witte-rungseinflüssen geschütztem, trockenem Taubenkot keinesfalls immungeschwächte Personen eingesetzt werden dürfen.
Insgesamt gilt auch hier:
"Vorbeugen ist besser als heilen"

Folgende Maßnahmen können Eigentümer und Verwalter ergreifen:


  • Sicherungsmängel auf Dachböden und an Wohngebäuden sollten behoben werden. Insbesondere sollten eventuelle Schäden an Dächern umgehend abgedichtet und Dach- und Treppenhausfenster nur zum kurzen Lüften geöffnet werden und ansonsten ver-schlossen bleiben.

  • Wohnungsleerstand sollte vermieden und eventuelle Sicherungsmaßnahmen durchge-führt werden (zum Beispiel zerbrochene Fensterscheiben ersetzen).

  • Besonders in Innenhöfen sollte auf Sauberkeit geachtet werden.

  • Das Taubenfüttern aus Fenstern, Balkonen oder auf Höfen sollte über die Hausordnung oder den Mietvertrag untersagt werden.

  • Wo es möglich, nötig und sinnvoll ist, sollten Taubenvergrämungseinrichtungen installiert werden.

  • Achtung: Die Verwendung von klebenden Pasten ist aus Tierschutzgründen verboten!

    Landesamt für Gesundheit und Soziales, Sächsische Str. 28-30, 10707 Berlin.
    Herr Kadler Tel. 9012- 8319.
    E-mail: detlef.kadler@lageso.verwalt-berlin.de

    [Link]

    Taubenzeckenbefall in Altbauten

    16.5.2008

    Beim Aus- und Umbau von Dachgeschossen gibt es einen wichtigen gesundheits-prophylaktischen Aspekt, der bereits bei der Umbauplanung beachtet werden sollte, wenn früher oder derzeit Taubenbesiedelung vorgelegen hat bzw. vorliegt. Dort, wo Tauben waren, können sich Taubenzecken über Jahre hinaus halten.
    Taubenzecken sind in erster Linie Taubenparasiten, die aber auch den Menschen in seiner Wohnumgebung belästigen. Sie halten sich tagsüber vorwiegend in Ritzen und Fugen des Dachstuhles und des Mauerwerkes, im Dielebereich, hinter Holzwerkleidungen und unter Schüttungen auf.
    Die ausschließlich parasitär lebenden Taubenzecken dringen dann in den menschlichen Wohnbereich ein, wenn sich auf einem Dachboden oder in leerstehenden Wohnungen von Altbauten bzw. Gebäudeteilen wegen bestehender baulicher Mängel über längere Zeit (mehr als zwei Jahre) sehr viele Tauben ansiedeln und nisten konnten. Dies gilt auch dann, wenn die eigentlichen Wirtstiere - die Tauben - wegen Vergrämungsmaßnahmen, Dachsanierungen u.ä. das Gebäude bereits wieder verlassen haben.
    Der Stich der Taubenzecke ist kaum schmerzhaft, kann aber zu heftigen allergischen Reaktionen mit Fieber und Übelkeit bis hin zur Schockreaktion führen.
    Bekämpfungsmaßnahmen sind wegen der Verbergeorte der Tiere zu einem späteren Zeitpunkt äußerst aufwendig und kostenintensiv!
    Da beim Ausbau der von Tauben besiedelten Gebäudeteile häufig die erforderliche Schädlingsbekämpfung unterbleibt, dringt diese Zeckenart immer wieder in den neugeschaffenen Wohnbereich ein. Daher werden folgende Maßnahmen empfohlen:

    Das Dachgeschoss bzw. die zu renovierenden oder sanierenden Gebäudeteile sollten auf aktuellen bzw. früheren Taubenbesatz überprüft werden (ggf. sollten dazu Mieter und Vermieter befragt werden)

    Bei nachgewiesenem Taubenbesatz sollte ein erfahrener ausgebildeter Schädlingsbe-kämpfer mit der exakten Befallsermittlung hinsichtlich der Taubenzecken beauftragt werden.

    Ist der Befall von Taubenzecken festgestellt worden, ist die Bekämpfung vor Beginn der Bauphase unbedingt erforderlich! Die Bekämpfungsmaßnahme sollte dann durch einen entsprechend ausgebildeten Schädlingsbekämpfer in Zusammenarbeit mit den für den Ausbau beauftragten Firmen erfolgen.

    Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Gesundheitsamt.

    Impressum:
    Landesamt für Gesundheit und Soziales, Sächsische Str. 28-30, 10707 Berlin.
    Rückfragen: Herr Kadler Tel. 9012 8319
    E-mail: .detlef.kadler@lageso.verwalt-berlin.de
    Für den Inhalt verantwortlich: Abt. I,
    V.i.S.d.P. Silvia Kostner

    [Link]

© SchaDe GmbH 2012